Farbkonzepte für den Raum

Wenn wir einen Raum tatsächlich GESTALTEN wollen, müssen wir uns nicht nur über die neuen Möbel Gedanken machen, sondern zuallererst über die Farben, die diesen Raum schmücken sollen. Denn nach ihnen richtet sich alles: die Farbe der Wand, des Sofas, des Teppichs, des Regals …

Die meisten Menschen wünschen sich ein gemütliches Zuhause, das Harmonie ausstrahlt. Manche Menschen möchten, dass ihr Heim fröhlich, jung und positiv wirkt. All das bekommt man hin, wenn man einige Regeln der Farbgestaltung beachtet.
Übrigens: man muss nicht unbedingt für alle Räume das gleiche Konzept anwenden. Die Küche kann ruhig etwas knalliger ausfallen, während das Wohnzimmer eher warm und ruhig wirken soll.

Die Ton-in-Ton-Gestaltung
Am einfachsten und ein absolutes Anfängermodell ist die Ton-in-Ton-Gestaltung. Hier wählt man einen Buntton und ergänzt diesen mit allen Farben aus dem Farbspektrum dieses Bunttones (durch Aufhellen bzw. Verdunkeln mit Weiß und Schwarz). Im echten Leben würde das also so aussehen:  brauner Fußbodenbelag oder Holzfußboden, beige Couch, Wolldecken in Creme, eierschalfarbene Tapete mit braun barockem Muster. Zum Beispiel. Das sieht nicht schlecht aus, birgt aber die Gefahr, schnell langweilig zu wirken.

Der Dreiklang
Wie der Name schon sagt, der Dreiklang besteht aus einer Kombination unterschiedlicher Bunttöne. Ratsam ist es sicherlich, eine ruhige bzw. neutrale Farbe darunter zu wählen. So böte sich zum Beispiel eine Kombination aus: beige, rotbraun, hellgrün und türkis an.
Hinweis: Wer sich nicht vorstellen kann, wir solche Farben zusammen wirken, im Baumarkt gibt es mittlerweile anschauliche Beispiele in Form von fotografierten Einrichtungsbeispielen, die sehr hilfreich sind.

Komplementärkontrast
Im Farbkreis nach Itten liegen sich die Komplementärfarben genau gegenüber:
Rot und Grün,
Orange und Blau,
Gelb und Violett.
Wer Komplementärfarben für seine Raumgestaltung wählt, wird sehen, wie spannungsreich und energievoll dieses Konzept wirkt.

Monochrome Farbgestaltung (Foto oben)
Bei der monochromen Farbgestaltung wählt man eine Nichtfarbe wie Grau, Weiß oder Schwarz und einen Buntton. Das ist mein Lieblingskonzept für ruhige, stilvolle Räume. So wählte ich zum Beispiel für mein Wohnzimmer eine Kombination aus: Grau (hellgrau: Teppich, dunkelgrau: sofa, pastellgrau: Tapete, dunkelgrau: Regalsystem) und Magenta (Kissen, Vasen, Vorhänge, Wolldecken). Der Magentaton wurde außerdem durch einen benachbarten Ton aus seinem Bunttonspektrum ergänzt, nämlich einem kräftigen Rot. So ist der Bezugsstoff des Sessels Magenta-Dunkelrot, ebenfalls die Wolldecke und einige Kissenbezugsstoffe.
Hinweis: Die Rot-Pink-Kombi ist mittlerweile eine ganz gängige Lösung und wird im Handel oft angeboten. Ihren erfolgreichen Vorreiter hatte sie bereits in der Mode der Jahrtausendwende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.